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◷ 1 min Lesezeit - 26. Juni 2020
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Der Weg zur Erleuchtung in 15 Erkenntnissen

  1. "Aha! Das ist Leid. Mir war das bisher gar nicht so bewusst."
  2. "Leid bedeutet, ein Problem zu haben. Es ist der innere Widerstand, der entsteht, wenn ich einer gegebenen Situation mit Verlangen oder Aversion begegne."
  3. "Verlangen und Aversion entstehen, weil ich an einer Vorstellung festhalte, die nicht der gegenwärtigen Realität entspricht."
  4. "Ich kann mich entscheiden, eine solche Vorstellung loszulassen."
  5. "Wenn mir das gelingt, fühle ich mich leichter, freier und glücklicher."
  6. "Loslassen gelingt dann, wenn die geistige Fakultät der Disziplin stärker ist als das Festhalten an der Vorstellung."
  7. "Das Üben von Zurückhaltung und Meditation verschiebt sich dieses Kräfteverhältnis zugunsten der Disziplin."
  8. "Ausgeprägte Disziplin führt zum Erleben eines besonderen (meditativen) Geisteszustandes innerer Ruhe."
  9. "Dieser meditative Zustand erlaubt das genaue Betrachten (Kontemplation) des Erlebten."
  10. "Beim Kontemplieren fällt das Loslassen so leicht, dass der Geist es von selbst tut. Zahlreiche ehemals leidvolle Sitationen sind auf einmal kein Problem mehr."
  11. "Alle Dinge unterliegen einem stetigen Wandel. Deshalb werden all meine gegenwärtigen Vorstellungen früher oder später nicht mehr der Realität entsprechen. Es ist weise, sie bereits jetzt loszulassen."
  12. "Das, woran ich festhalte, erkenne ich daran, dass es sich zu mir gehörig, also wie 'ich' oder 'meins' anfühlt."
  13. "Das Ich ist nicht mehr als das Subjekt des Festhaltens. Es entsteht durch Festhalten, existiert bedingt durch Festhalten und verschwindet durch Loslassen."
  14. "Wenn alle Vorstellungen losgelassen wurden, wird die Person, die ich zu sein glaubte, als der Protagonist der Geschichte dieses Lebens erfahren. Es ist, wie in einem Traum aufzuwachen."
  15. "Erwacht zu leben ist absoluter Frieden, Freude und Freiheit. Dies ist das Ziel des Weges. Es gibt kein höheres Glück."